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Achsvermessungen

 

Die Fahrwerksvermessung ist ein Verfahren, um die Radgeometrie eines Kraftfahrzeugs zu überprüfen und gegebenenfalls zu justieren.

Wenn das Lenkrad eines Fahrzeugs schräg steht, oder das Auto nach rechts oder nach links zieht, stimmt häufig etwas mit der Fahrzeugachse nicht. Der Winkel der Radaufhängung kann sich nämlich mit der Zeit oder auch durch die Fahrweise des Autolenkers verändern.

Beispiel: Ein Auto mit korrekt eingestelltem Fahrwerk, berührt in einer scharfen Linkskurve den Bordstein. Die Folge: Beim Geradeausfahren steht das Lenkrad deutlich schräg nach rechts. Jetzt ist die Werkstatt gefordert; sie muss das lädierte Fahrwerk neu vermessen und einstellen.

Ursachen für eine verschobene Radgeometrie können ebenso Unfallschäden oder Verschleiß sein. Verschlissene Lager und losvibrierte Schrauben können dazu führen, dass sich die Einbaulage des Motors verändert. Diese wiederum hat Auswirkungen auf die Position von Getriebe, Gelenkwellen und Hinterachsmittelstück zueinander. Dabei können die Knickwinkel außerhalb einer definierten Toleranzmarge liegen. Es kommt zu Fahrgeräuschen infolge erhöhter Reibung der einzelnen Triebstrangkomponenten und möglicherweise zu Leistungsverlusten. Außerdem werden die Reifen einseitig abgefahren, was durch nicht korrekten Reifendruck oder sogar nicht den Fahrzeugschein zu entnehmende Bereifung begünstigt wird. Besonders häufig tritt dieses Phänomen im Nutzfahrzeugbereich auf, insbesondere nach einem Aufschaukeln nach nicht ausreichender Ladungssicherung. Immerhin kommen von dort 70 Prozent der Beanstandungen ungleicher Reifenprofilabnutzung.

Besonders kostenbewusste Autofahrer, die auf preiswerten importierten Reifen unterwegs sind, benötigen optimale Einstellungen bei Lenkrad und Fahrwerk. Da ihre Reifen häufig auf Linkslenkerverkehr ausgelegt sind, nutzen sie sich in Ländern mit Rechtsverkehr besonders intensiv ab. Das liegt daran, dass auch eine Straße, die topfeben scheint, es nicht ist. Tatsächlich weist sie in der Regel eine vierprozentige Seitenneigung auf. Neben anderen Faktoren führt dieser Umstand dazu, dass Reifen ungleich abgenutzt werden und dadurch Fahrverhalten und Fahrkomfort leiden. Schließlich steigen die Gegenkräfte. So kommt der optimalen Einstellung des Lenkgetriebes eine hohe Bedeutung zu.

Probleme beim Fahrwerk können sich an der Vorderachse ergeben bei Einzel- und Gesamtspur, bezogen auf die geometrische Fahrachse, Radsturz, und beim Radversatz, bezogen auf das linke Vorderrad. Vermessen werden müssen auch, wenn Probleme auftreten, Nachlauf, Spreizung und Spurdifferenzwinkel. An der Hinterachse sind Spur, Sturz und Fahrachswinkel zu überprüfen. Auch die Servolenkung auf der Antriebsachse sollte nicht vernachlässigt werden.

In Werkstätten bereitete die Fahrwerksvermessung, die mit mechanischer Pendelgeräte durchgeführt wurde, früher nicht selten große Schwierigkeiten, weil es an Präzision fehlte. Oft wurde subjektiv gemessen, und Erfahrungswerte spielten eine große Rolle, wo es an objektiven Messdaten fehlte. Heute wird aber elektronisch vermessen, da so auch Normen zur Qualitätssicherung eingehalten werden können. 

Bei uns wird mit einem modernen Laser-Meßgerät eingestellt, dies bietet ein sehr hohes Maß an Genauigkeit.
PKW, Transporter oder Anhänger - für jedes Fahrwerk sind wir gerüstet.